20.12. - 14 TSD  x  für "Rettet Hamburgs Grün"!

SPENDEN:

Für ein grünes Hamburg e.V.: Nach der Volksinitiative ist vor dem Volksbegehren! Unsere Planungen laufen bereits. Unterstützt uns bitte mit Eurer Spende! Für Anwälte, Werbematerial, IT-Kosten...
Auf betterplace.org gibt es die einfache Unterstützungsmöglichkeit.



"Baum fällt!" - Östliche Anbindung in Planung

Dezember 21 - Noch schlängelt sich der historische Billwerder Billdeich parallel zur Bille in Richtung Ladenbecker Furtweg. Die Bäume am Wegesrand lassen hier, insbesondere, wenn sie belaubt sind, eine Idylle entstehen. Tier und Mensch schätzen diesen sehr schönen Abschnitt der Deichstraße sehr. So es nach den Planern geht, wird dies demnächst ein Ende haben. Für die Anbindung in den autoarmen Stadtteil sollen viele Bäume gefällt werden. Ein nahegelegener ein Biotop an der Bille ist ebenfalls betroffen. Der Straßenabschnitt wird in diesem Bereich verbreitert und begradigt. Südlich der B 5 soll der Zubringer vor der Brücke Ladenbeker Furtweg in Richtung Bergedorf abzweigen und über den heute bewaldeten Hang verlaufen, so ein Planer im Stadtentwicklungs-ausschuss im Dezember 21. Da sollen also noch mehr Bäume fallen! Über die neue Anschlussstelle sollen defensiv geschätzte 12.500 Autos aus Oberbillwerder pro Tag die B5 erreichen.

Billwerder Bäume
Höhe Billwerder Billdeich 570; mindestens 28 alte Bäume sollen gefällt werden.


18.11.21: Stadtentwicklungsausschuss

Bebauungsplanverfahren Billwerder 30 / Bergedorf 120 / Neuallermöhe 2 "Oberbillwerder". Am 18.11. wurde im Stadtentwicklungsausschuss (Bezirksversammlung Bergedorf) über die westliche Erschließung am Knotenpunkt Mittlerer Landweg gesprochen. Mehrere Anbindungsvarianten stehen zur Diskussion.

Der autoarme neue Stadtteile würde viel Straßenverkehr erzeugen. Da mag man sich nicht ausdenken, was am Mittleren Landweg passieren wird. Das Haus Nr. 51, das mehrere Wohneinheiten enthält, steht schon seit einigen Monaten leer.

Westliche Erschließungsstraße: Die Fahrbahn wird in zwei Richtungsfahrbahnen, mit einer Breite von je 3,25 m, geteilt. Seitlich der Asphaltfahrbahnen werden überfahrbare Randstreifen (Rasengitter/Schotterrasen) vorgesehen. Zwischen den Richtungsfahrbahnen wird eine Sickermulde angeordnet. Von der Fahrbahn durch einen Grün-/Randstreifen getrennt, verläuft der Radschnellweg mit einer Breite von 4,0 m. Die Kronenbreite beträgt insgesamt 20,0 m. Inklusive der beidseitigen Böschungen ist im Bebauungsplan eine Straßenverkehrsfläche mit der Breite von gut 25,0 m vorzusehen.
 

Der lange Gehölzstreifen soll zwar erhalten bleiben. Für die Natur und die zahlreichen Vögel wird er deutlich an Wert verlieren, da dieser Bereich seine Ruhe verliert. Das hohe Verkehrsaufkommen würde unmittelbar entlang dieses Streifens verlaufen.

 

Die erste verkehrliche Veränderung würde mit dem Sandtransport über eine neue Zufahrt am Mittleren Landweg beginnen. Über mehrere Jahre würden tausende LKW-Fahrten stattfinden. Anlass ist die Aufschüttung einer riesigen Menge Sand für den neuen Stadtteil auf Marschboden. So geht Klimaschutz in Hamburg!

Nach Berechnungen der Verkehrsexperten sollen insgesamt mindestens 20.000 Fahrzeuge pro Tag von und in den neuen Stadtteil fahren.

Billwerder Mittlerer Landweg
Lageplan westl. Anbindung, eine Variante (FHH, Bezirk Bergedorf) - Abb. verlinkt
Luftbild Mittlerer Landweg (GeoOnline)
Luftbild Mittlerer Landweg (GeoOnline)


Klasse Kalender "Billwärder lebt 2022" / 10 EUR

Endlich ein sinnvolles Geschenk: Den Kalender "Billwärder lebt 2022" gibt es leider nur hier im Laden:

http://hof-neun-linden.de (Heiligabend geöffnet), Billwerder Billdeich 480.

 

Preis: nur 10 EUR   29 x 42 cm. 

Herausgeber ist die Dorfgemeinschaft Billwärder an der Bille e.V.

 

Beeindruckende Fotos von einer leider bedrohten Natur. Ein Foto je Monat und am Ende ein Blatt mit Erläuterungen dazu.

 

Fast alle Fotos stammen von C. Kosanetzky.

 

Boberger Niederung. Blick auf Segelflugplatz und See
Boberger Niederung. Blick auf Segelflugplatz und See
Den Eisvogel findet man z.B. (noch) an der Bille
Den Eisvogel findet man z.B. (noch) an der Bille
Weg hinter Hof Neunlinden
Weg hinter Hof Neunlinden


Geschafft: 13.000 x Rettet Hamburgs Grün!

Dezember 21 - Die Bürgerinitiative Rettet das Diekmoor! meldete am 15. September im Hamburger Rathaus die  Volksinitiative RETTET HAMBURGS GRÜN – KLIMASCHUTZ JETZT! an. Und knappe drei Monate später wird der erste Schritt erreicht: 13.000 Unterschriften konnten in dieser kurzen Zeit eigesammelt werden!

 

Die Kernforderung der Initiative lautet:

Keine Bebauung von großflächigen Grün- und Landwirtschafts-flächen ab einem Hektar.

Und bei den Unterschriftensammlungen spürte man jetzt deutlich, dass viele Hamburger*innen diese Forderung gut finden. In Hamburg wird zu viel Natur zerstört, zu viele Flächen versiegelt.

 

Bis 6. Dezember konnten Unterschriften gesammelt werden.

 

Warum diese Volksinitiative? 

Der Klimawandel steht nicht mehr vor der Tür, sondern hat in unserem Wohnzimmer Platz genommen. Wir müssen handeln. Hitzetote, Waldbrände, Überschwemmungen, Insektensterben. 

Wir können uns nicht davor verstecken. Die stark ansteigende Versiegelung von Flächen führt in Hamburg zur weiteren Erwärmung der Stadt, Verlust von Naherholungsflächen, zu Überschwemmungen, Rückgang der Artenvielfalt …

 

Nun gilt es zunächst innerhalb eines halben Jahres 10.000 Unterschriften von Wahlberechtigten zu sammeln (geschafft!). Diese sind Voraussetzung für den Start eines Volksbegehrens.

Unterstützung ist wichtig - d.h. insbesondere auch selbst Unterschriften sammeln. 

"Nein zu Oberbillwerder" unterstützt dieses Anliegen von ganzem Herzen und sammelt Unterschriften.

Unterschriftenliste Rettet Hamburgs Grün
Senat u. Bürgerschaft schützt Grün-/Landwirtschaftsflächen!


DEMONSTRATION - Sa. 25.09. mit 1.200 Teilnehmern

- Grünflächenschutz in Hamburg-Bergedorf - 

Einen Tag vor der Bundestagswahl machten wir u.a. erneut auf die Bedrohung der Kulturlandschaft in Billwerder mit all ihren Nebenwirkungen aufmerksam.
- 25.09.21/12 Uhr ging es hier los - Treffpunkt S-Bahn Nettelnburg,
  nördl. Ausgang am Friedrich-Frank-Bogen.
- anschließend Demonstrations-Zug nach Bergedorf (ca. 5 Km).

- Abschlusskundgebung am Weidenbaumsweg (CCB / Bahnhof
  Bergedorf)

 

Mach mit! Rette grünen Lebensraum in Hamburg! Verkehrschaos und Überschwemmungsgefahr verhindern! Wenn wir den Klimaschutz ernst nehmen, darf Oberbillwerder nicht gebaut werden!

 

Gute Stimmung und das Wetter spielt auch mit.
Gute Stimmung und das Wetter spielt auch mit.

Wir brauchen deine Hilfe!:

Meldet euch oder nehmt an Gruppentreffen teil. 

 

Wir brauchen Spenden!

 

Wir brauchen deine Unterschrift für die Volksinitiative "Rettet Hamburgs Grün" (s.u.)! Gelegenheit dafür u.a. bei der Demo.

Download
Demo-Flyer Oberbillwerder 2021
Oberbillwerder Demo_0921.pdf
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Demonstration 2021 Oberbillwerder
Kurz mal auf die B5: Bergedorf wir kommen!


Mehr Hitze durch Klimakrise + Oberbillwerder

Juli 2021 - Auf öffentlichen Kundgebungen wurden Anmerkungen zu Veränderungen im Mikroklima durch die Bebauung von Oberbillwerder als unerheblich abgetan. Das hätte wenig Auswirkungen auf die Umgebung. Aber richtig untersucht wurde es wohl nicht. Man muss nicht wissenschaftlich ausgebildet zu sein, um die kühlende Wirkung zu erkennen. Nach einem heißen Tag abends eine Fahrradtour um das Gebiet machen - da spürt man die kühlende Wirkung!

Die Abbildung "Kühlleistung des Bodens an Sommertagen" aus Geo-Online zeigt, dass das gesamte Gebiet von Oberbillwerder kühlende und wasserspeichernde Böden beinhaltet. Die graugefärbten Flächen sind Böden mit mittlerer Kühlleistung aufgrund hoher Wasserspeicherfähigkeit sowie möglicher Stauwasserbildung nach Starkregenereignissen. Die blauen Flächen haben eine hohe Kühlleistung, es sind grundwasser-beeinflusste Böden. Es dürfte zu vermuten sein, dass die verbleibenden blauen Flächen durch die Bebauung und die tiefen Eingriffe in die Böden kleiner werden. Insgesamte dürften die versiegelte Fläche von Oberbillwerder dann in gelb erscheinen. Gelb steht für niedrige Kühlleistung. Für die nähere Umgebung, aber auch z.B. den Bereich von Bergedorf und Neuallermöhe dürfte dies zu einer weiteren Erwärmung führen. Und letztendlich hängt alles zusammen: Billwerder kühlt Hamburg und ist auch ein kleiner Teil unseres Planeten!

Kühlende Flächen Oberbillwerder
Billwerder: Kühlleistung des Bodens an Sommertagen. Der rote Rahmen zeigt ungefähr den Bereich Oberbillwerder. Blaue Flächen haben hohe Kühlleistung.

Flächen, die überhitzte Städte kühlen, werden stark an Bedeutung gewinnen. Die rotgrüne Politik in Hamburg ignoriert diese Tatsache. Es gibt ein Ziel und das heißt BAUEN. Risiken und Nebenwirkungen werden außer Acht gelassen. Die Tatsache, dass die urbanen Räume sich stetig mehr erhitzen werden, dass mehr Menschen den Hitzetod sterben (Anteil der Bevölkerung "über 65 Jahre" steigt zeitgleich), spielt keine Rolle. Der häufig herangezogene grüne Loop - die grüne Schleife- wird die negativen Auswirkungen der Bebauung und Versiegelung der Flächen in Oberbillwerder keinesfalls ausgleichen können.



Entwässerung Oberbillwerders weiterhin ungelöst

Juli 2021 - In ihrem aktuellen Oberbillwerder-Newsletter stellt die IBA eine Projektleiterin vor, die lieber Häfen oder Kanäle gebaut hätte. Da ist sie in Oberbillwerder schon mal nicht falsch, hier soll sie immerhin die Sielplanung verantworten. Gleichzeitig wird auf die aktuellen katastrophalen Starkregenereignisse im Westen Deutschlands und den Bergedorfer Starkregen im Mai 2018 hingewiesen. Dies alles wolle man in Oberbillwerder berücksichtigen… Wir möchten uns dazu äußern: Bereits der Himmelfahrt-Starkregen 2018 – welcher natürlich nicht vergleichbar mit den aktuellen Ereignissen ist – hat das gemeinsame Entwässerungssystem von Nettelnburg, Bergedorf-West, Neuallermöhe und Billwerder vollkommen überfordert.

Allein wegen dieser mangelhaften Entwässerung kam es zu den massiven Überschwemmungen in diesen Gebieten. 

Ein weiteres aufgehöhtes und größtenteils versiegeltes Wohngebiet (Oberbillwerder), welches in dasselbe System entwässert, wird in jedem Fall Auswirkungen haben und die prekäre Situation des Entwässerungssystems weiter massiv verschärfen. 

Kleinere Starkregenereignisse können in Oberbillwerder vermutlich teilweise zurückgehalten werden, jedoch keinesfalls solche Regenmengen wie im Mai 2018 oder wie wir sie aktuell im Westen Deutschlands gesehen haben. 

 

 

Oberbillwerder Entwässerung
Unglaublich aber wahr: Durch dieses 1,5-Meter-Loch zwischen nördlichem und südlichem Bahngraben soll ein ganzer Stadtteil entwässert werden.

Wir können uns jetzt schon bildhaft vorstellen, wie die Bewohner Oberbillwerders von den Balkonen ihrer Hochhäuser mit Handykameras die Katastrophe in den Nachbarquartieren filmen und der Senat rätselt, wie es dazu nur kommen konnte. Die IBA verschweigt, dass in Oberbillwerder Böden mit hoher Kühlleistung durch Verdunstungskälte verloren gehen. Oberbillwerder würde Hamburg weiter erwärmen und wäre damit ursächlich für Starkregenereignisse verantwortlich. Experten drängen darauf, Hochwasserschutz und Starkregenereignisse stärker bei der Auswahl von Standorten für Bauvorhaben zu berücksichtigen. 

Auch die Versicherungsbranche fordert im Zuge der Diskussion um die Einführung der Pflichtversicherung gegen Elementar-schäden, dass weniger Baugenehmigungen in Risikogebieten erteilt werden sollen. 

Eine weitere versiegelte „Hochebene“, die darüber hinaus über ein bereits bei Starkregen überlastetes System entwässern soll, bedroht die Entwässerung aller umliegenden Ortsteile (Neuallermöhe, Nettelnburg, Billwerder und B-West). Bis zum Beweis des Gegenteils bewerten wir dies als Gefahrenpotenzial, sei es für Hab und Gut und, wenn es ganz unglücklich läuft, auch für Menschenleben.

Wir fordern daher erneut einen sofortigen Stopp der Planungen zur Bebauung Oberbillwerders!

Gez. Die Bürgerinitiative Nein zu Oberbillwerder

Starkregen Oberbillwerder
Die Wiesen von Oberbillwerder, einige Tage nach dem Starkregen am 10. Mai 2018.


Juli 21 - Klimawandel in HH? Für immer versiegelt.

S-Bahn Allermöhe Uberschwemmung
Ende Juni 2020: überschwemmte Unterführung S-Bahn Allermöhe (Foto: Facebook)

Extremwetter, steigende Hitze in den Städten, Starkregen. Aktuell gibt es hierzu in Deutschland traurige Nachrichten  und zahlreiche Opfer. Die Zerstörung und Versiegelung der Kulturland-schaft in Billwerder erscheint in diesem Zusammenhang eine schlechte Entscheidung der Rot/Grünen-Regierung für die Zukunft Hamburgs zu sein. Wir haben die Sorge, dass sich Erschließung und Bebauung von ca. 159 Hektar Offenland und die daraus erfolgenden Versiegelungen negativ auf die Wasserhaushalte der umliegenden Wohnquartiere auswirken. Schon jetzt stellen die Folgen des Klimawandels und die damit verbundenen häufigeren Extremwetter-Ereignisse die umliegenden Siedlungen vor große Herausforderungen. Das Konzept für die Wasserwirtschaft bezieht sich nur auf Oberbillwerder. Berechnungen über die Auswirkungen für die umliegenden Quartiere (Neuallermöhe, Nettelnburg, Allermöhe, Moorfleet, Bergedorf-West), die auch übers Schöpfwerk Allermöhe entwässern, gibt es nicht.

Es wird befürchtet, dass es dort zu einer starken Veränderung der Wassermenge kommt. Durch die Bebauung von OBW gehen 150 Hektar natürlicher Regenwasser-Rückhaltung und -versickerung verloren. Trotz neuer künstlicher Rückhaltebecken wird die Menge des in den Hauptwässerungsgraben Allermöhe abgeleiteten Regenwassers um ein Vielfaches erhöht. Es besteht die Gefahr, dass sich auch der Wasserstand in den

Neuallermöher Fleeten erhöht. Zum Schluss wird alles zusammen über das Schöpfwerk Allermöhe in die Dove Elbe gepumpt. Dies würde die umliegenden Stadtteile und Siedlungen stark gefährden, insbesondere die alten, meist ohne richtiges Fundament gebauten Häuser im Dorf Billwerder und in der alten Siedlung Nettelnburg. Ein Gutachten des Wasserverband Nettelnburg aus 2020 hat ergeben, dass jeder Zentimeter Wasserstandserhöhung in den Fleeten Neuallermöhes Auswirkung auf die Entwässerungsfähigkeit (also auf die Leistungsfähigkeit des Grabensystems) der Siedlung Nettelnburg hat und die Anwohner vor zum Teil unlösbare Probleme stellen würde.


Juni 21 - Der Pilger fliegt über Oberbillwerder

Pilger Billwerder
Quelle: Der Pilger

Er hat eine Drohne und dokumentiert damit bedrohte und zerstörte Flächen in Deutschland: Der Pilger.

Am 11.6. war er zu Besuch in Hamburg und hat u.a. auch die Fläche von Oberbillwerder überflogen. Er vermittelte einen noch anderen Blick und Perspektive auf eine Sache. Das ist sehr beeindruckend. Wir bedanken uns für diese Unterstützung!

Billwerder Luftaufnahme
Fotos, Videos und gutes Wetter über Billwerder.

YouTube-Kanal von Der Pilger.
Mit vielen Beispielen, wo etwas schlecht läuft. Und mit vielen Menschen, die möchten, dass es wieder gut läuft. Nun leider auch mit Videos aus Billwerder.



Juni 21 - Noch mehr Grünflächenklau in Billwerder

Auf der Suche nach einem Ort für die Schausteller, die vom Brennerhof weg sollen, ist eine ökologisch wertvolle Feuchtwiese am Dweerlandweg ins Visier der Stadtentwickler geraten.
Diese Fläche ist nach dem Biotopkataster eine wertvolle Heuwiese mit der Bewertung 5(!). Ein Teil der Fläche ist darüberhinaus eine Grünfläche, die nach dem Vertrag für Hamburgs Stadtgrün nicht bebaut werden darf.
Gerade in diesem Bereich hatten die Naturschutzverbände sich schon zu Beginn des Bebauungsplanung für die benachbarte JVA für einen verstärkten Amphibienschutz stark gemacht.
Die Fläche ist der niedrigste Punkt im Gebiet um die Kiesteiche. Sie liegt bei -0,4 bis -0,53 NHN. Also eine richtig schöne feuchte Wiese! Ideale Bedingungen für seltene und unter Schutz stehende Insekten, Amphibien und Wiesenvögel wie Feldlerche, Wachtelkönig, Bekassine, Wiesenpieper, wie wir sie in Billwerder (noch!) haben. Auch der Storch braucht Wiesen wie diese, um sich und seine Jungen zu ernähren.
Damit die Schausteller ihre Wagen dort aufstellen können, müssen die Wiesen trockengelegt, angeschüttet und befestigt werden. Für Fauna und Flora bleiben dort keine Überlebenschancen.
Einstimmig(!) wurde am 2.Juni im Stadtentwicklungsausschuss (SEA) beschlossen, dass der Hauptausschuss (HA) ermächtigt wird, das Verfahren einzuleiten. Ist sich niemand über den ökologischen Wert dieser Fläche bewusst?!?
Geht es um die freiwerdenden Flächen am Brennerhof, die die Schausteller räumen sollen? Schließlich lassen sich die sehr gut für Gewerbe vermarkten...
Die Einleitung des B-Plan-Verfahrens ausgerechnet in die Sommerferien zu legen, sagt schon einiges über dieses Projekt aus...

 

Betroffenheit, unmittelbar       - uns erreichte ein Schreiben -

 

Moin,

ich bin Schreber am Dweerlandweg. Mit den Jahren habe ich die umliegenden unberührten und auch Kultivierten Ecken immer besser kennen und lieben gelernt.

So viel ich kann, unterstütze ich die umliegende Fauna und Flora nach bestem Wissen. Erst jetzt, nach Jahren, stellen sich kleine Erfolge ein.

Hier und da, ein paar Arten und Anzahlen mehr. Entgegen jeder Vernunft soll nun Natur vernichtet werden. So gut ich kann, möchte ich diesen Irrsinn verhindern.

 

---

 

Das Bild rechts entstand nach einem netten Plausch mit dem Pächter der Heuwiese. Er ist nur zwei mal im Jahr darauf und mäht sie für seinen Reiterhof. Er war gern bereit, einen Streifen stehen zu lassen, damit ich dort dauerhaft eine Bienenweide anpflanzen kann.

 

 

 

 

Dweerlandweg Moor
Bei der Fläche handelt es sich um ein Moor!
Quelle: GeoOnline
Quelle: GeoOnline
Rechts der A1 liegt die JVA. Am unteren Ende der Elipse ist die Bahnstrecke.
Rechts der A1 liegt die JVA. Am unteren Ende der Elipse ist die Bahnstrecke.
Dweerlandweg
Ringelnatter am Dweerlandweg
Dweerlandweg
Wiese, Weide - kleines Glück für Tier, Insekt und Mensch



April 2021 - Stellungnahme zu Planungen

Vom 25.3. bis zum 15.4.2021 konnten Stellungnahmen für drei Bereiche abgegeben werden, die von den Bauplanungen für Oberbillwerder betroffen sind:

Billwerder30 / Bergedorf120 / Neuallermoehe2

 

In der Rubrik Stellungnahmen konnten Sie die zahlreichen Einträge bei "Bauleitplanung online" lesen. Hier erschienen die Beiträge, bei den die Autoren den Haken bei "veröffentlichen" gesetzt haben. Das Studium dieser Seiten lohnte sich, wenn Sie sich die Bandbreite der Fragen und Sorgen der Bürger vor Augen führen mochten. 

Foto der Seite bauleitplanung.hamburg.de zu Oberbillwerder
Foto der Seite bauleitplanung.hamburg.de zu Oberbillwerder


5.4.21 - Offener Brief mit starken Bedenken

In einem offenen Brief gehen wir auf Problemfelder ein, die unmittelbar die aktuelle Lebensrealität der angrenzenden Wohnquartiere von Oberbillwerder betreffen. Die bisherige Planung wird zu einer Verschlechterung der Wohn- und Aufenthaltsqualität führen. Dies betrifft insbesondere zwei Bereiche: Verkehr   und    Entwässerung.

 

20 Initiativen und Interessenvertretungen aus ganz Hamburg unterstützen unsere Forderungen und haben den Brandbrief mit unterzeichnet.

Wir appellieren hiermit eindringlich an Politik und Behörden, alle Alternativen – vor allem auf bereits versiegelten, nicht optimal genutzten Flächen (z. B. Hauni-Parkplatz, Bergedorf) – für dieses Megaprojekt gewissenhaft zu prüfen und den klima- und lebensraumgefährdenden Flächenfraß in Billwerder endgültig zu beenden.

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kurzes Anschreiben zum Offenen Brief Oberbillwerder
Anschreiben offener Brief OBW.pdf
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Offener Brief zur Planung Oberbillwerder
Offener_Brief_OBW_21_04_05.pdf
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April, April - Kehrtwendung bei den GRÜNEN?

Es war ein Aprilscherz - leider!:

 

1.4.2021 Wenn das stimmt, sind unsere Aktivitäten bald nicht mehr notwendig: Die Grünen Hamburg besinnen sich anscheinend auf die Werte, die eigentlich in den Genen der Partei liegen sollten: Näheres dazu im Zeitungsbericht rechts. Wir sind gespannt, wie sich das weiterentwickelt.


Falls die Bebauung nun doch nicht stattfinden sollte, hier die Liste einiger (insges. 75) Bewohner, die sich sehr darüber freuen würden: Bekassine, Blaukehlchen, Bluthänfling, Eisvogel, Feldlerche, Feldschwirl, Gartenrotschwanz, Gelbspötter, Grauschnäpper, Haussperling, Kiebitz, Knäkente, Kuckuck, Nachtigall, Rebhuhn, Rotschenkel, Schilfrohrsänger, Stieglitz,

Sumpfrohrsänger, Wachtelkönig, Wiesenpieper, Wiesenschafstelze, Schwarzkelchen, Dorngrasmücke, Gelbspötter, Goldammer, Rohrammer,Grasfrosch, Moorfrosch, Braunfrosch, Seefrosch, Teichfrosch, Teichmolch, Kammmolch, Breitflügelfledermaus, Großer Abendsegler, Rauhautfledermaus, Zwergfledermaus, Mückenfledermaus, Kleine Bartfledermaus, Wasserfledermaus, Breitflügelfledermaus, Großer Abendsegler, Kliener Abendsegler, Braunes Langohr, Schöne Erbsenmuschel, Flusskugelmuschel, Große Erbsenmuschel, Gewöhnlicher Odermennig, Hunds-Straußgras, Weinberg-Lauch, AckerFuchsschwanz, Schwarznessel, Roggen-Trespe, Fuchs-Segge, Rauhes Hornblatt, Zartes Hornblatt, Sumpf-Blutauge, Gewöhnliches Kammgras, Sumpf-Weidenröschen,

Kleinblütiges Weidenröschen, Sonnenwend-Wolfsmilch, Wasserfeder, Dreifurchige Wasserlinse, Straußblütiger Gilbweiderich, Wild-Apfel, Weiße Seerose, Berchtolds Laichkraut, Kamm-Laichkraut, Haar-Laichkraut, Ranunculus auricomus agg. (Artengruppe Gold-Hahnenfuß), Spreizender Wasserhahnenfuß, Schwarze Johannisbeere, Krebsschere, Zottel-Wicke. 

Es handelt sich um Namen von Bewohnern, die per Gutachten festgestellt wurden. Die Meisten davon stehen auf der Roten Liste.

Andere nicht so seltene Namen sind noch gar nicht aufgeführt, z.B. Insekten. Die Promis der Fläche, die "Weiße Rehe" finden sich natürlich auch nicht der Liste. Ebenso die Landwirte in dieser Region.  Und die Bodenbewohner, wie z.B. der Regenwurm oder Maulwurf. Und der Boden an sich nebst seinen Mikroorganismen. Keine Lobby - also weg damit? Das scheint sich nun ja doch zu ändern. Vielen Dank, liebe Grüne Hamburg - wir zählen auf auch!



Feb. 2021: JVA - zahlreiche Bäume gefällt

Wie viele  Bäume mögen das gewesen sein? Auf ca. 450 Meter Länge wurden an der östlichen Seite der JVA die großen Weiden gefällt. Da werden vorbereitende Tatsachen zur Bauerweiterung geschaffen.

 

Anfang des Jahrtausends wurden sie gepflanzt und wuchsen so stattlich heran, dass die Gefängnismauern nicht mehr zu sehen waren. Mensch und Tier profitierten davon.

 

Bäume speichern CO2 und sorgen für Lebensqualität und Artenvielfalt in der Stadt. Hamburg hat unter den deutschen Großstädten den größten Bestand an Straßenbäumen pro 1.000 Einwohner. Dieser Bestand ist durch Baumkrankheiten, Stürme, Trockenheit, Baumaßnahmen und Versiegelung an vielen Stellen gefährdet. Trotz dieser Herausforderungen wurde das Defizit von Fällungen und Pflanzungen in den Jahren 2019 und 2020 nahezu gestoppt. Für den Erhalt des Bestands in den kommenden Jahren braucht es eine gemeinsame Anstrengung von Behörden, Bauherren und Bezirken (9.2.2021 hamburg.de - Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft)



Jan 2021: Weiße Rehe und heile Welt in Billwerder

Das soll es bald nicht mehr geben: Weiße und dunkle Rehe im Billwerder Schnee. Vielleicht stehen sie im geplanten "Grünem Quartier"...  (Quelle SHZ - CityNewsTV)
Das soll es bald nicht mehr geben: Weiße und dunkle Rehe im Billwerder Schnee. Vielleicht stehen sie im geplanten "Grünem Quartier"... (Quelle SHZ - CityNewsTV)

Sie sind die tierischen Stars in der bedrohten Billwerder Kulturlandschaft: die Weißen Rehe!

Selbst aus der S-Bahn erkennt man sie auf den Wiesen als weiße Punkte. Wenn Oberbillwerder gebaut wird, verschwindet der zentrale Lebensraum für diese Tiergruppe. In den letzten Wochen tauchten sie ein paarmal in Zeitungen, Radio und den sozialen Netzwerken auf. Es ist gut, dass auch sie dazu beitragen Aufmerksamkeit für das drohende Unheil zu erzeugen. Stehen die Rehe doch auch für andere Vertreter auf dieser Fläche, die man aber kaum einmal sieht, deren Namen man vielleicht noch nie gehört hat (Gelbspötter, Flusskugelmuschel, Sumpf-Blutauge...). Es ist schützenswerte Natur, häufig in Rote-Arten-Listen vertreten. Die Hamburger Regierung und ihre "Bauherren" erwähnen diesen Punkt nicht. Im Vordergrund steht eine Natur, die sich Grüner Loop nennt - und gut ist es! Hamburg rühmt sich für Klimabewusstsein und macht bei dieser Riesen-Umweltsünde kurz mal die Augen zu. Ein bedeutender Lebensraum ungefähr so groß wie der Hamburger Stadtpark wird unwiderruflich zerstört. Es gibt ja Ausgleichsmaßnahmen!  Wir brauchen Wohnungen! Trotz stagnierender Einwohnerzahlen und einem noch nicht absehbaren Wandel bei der Nachfrage nach Büroraum. Das Klima verändert sich. Städte werden sich stärker erhitzen. Für die Bewohner urbane Räume werden Grünflächen immer wichtiger.

 

Der Cartoon von Martin Etienne zeigt auch auf das geplante Oberbillwerder. Der laienhafte Blick auf die Fläche trügt: Es ist nicht bloß ein wertloser Acker mit ein bisschen Landwirtschaft! 

Martin Etienne - der Mensch macht sich seine Natur
Martin Etienne - der Mensch macht sich seine Natur


2020


Hamburger Senat zwingt uns zum Weitermachen

Dezember 2020: Unsere letzten öffentlichen Veranstaltungen fanden im Februar und März 2020 statt. Unterschriften wurden für das Bürgerbegehren gesammelt. Danach wurde es im Terminkalender sehr übersichtlich. Knapp 6.000 Unterschriften von Bergedorfer Bürgern wurden im Mai im Rathaus übergeben. Die Bezirksversammlung nahm das Begehren an. Der Bezirksamtsleiter "musste" sich für das Begehren seiner Bürger beim Hamburger Senat einsetzen. Der Senat fand andere Interessen wichtiger und folgte dem Bürgerbegehren nicht. Ein trauriges Signal für die sogenannte Bürgerbeteiligung. Es war leider keine wirkliche Überraschung.
Unweit von Oberbillwerder sollen über 7 Hektar Kulturlandschaft für die Erweiterung der bestehenden JVA verschwinden. Hier gab der Dorfverein im November eine sehr umfangreiche Stellungnahme ab.

In den Medien wird Oberbillwerder gut beachtet, auch bundesweit. Die erschwerten Kontaktmöglichkeiten lassen sich ein wenig über unsere Facebook- und Twitter-Kanäle ausgleichen. Wir freuen uns auf zusätzliche Follower und viele Likes, um die Streukraft zu erhöhen!

Die Entwicklung der Planungen zu Oberbillwerder begleiten wir weiterhin mit strikter Ablehnung. Die Arbeitsgruppe "Nein zu Oberbillwerder" trifft sich weiterhin -vermehrt online- unter Berücksichtigung der Hygiene-Vorschriften. 

 

Wir bedanken uns bei allen, die sich mit uns gegen die Zerstörung der einmaligen Kulturlandschaft und damit verbundenen bedrohlichen Nebenwirkungen einsetzen (im Geiste oder aktiv!).

 

Wat mutt dat mutt: Freies Billwerder gegen Senatsdiktatur (Demo 2019)
Wat mutt dat mutt: Freies Billwerder gegen Senatsdiktatur (Demo 2019)

 

 



"Die Kultiviertheit einer Gesellschaft zeigt sich nicht zuletzt im Umgang mit ihrer gebauten Umwelt."

-Hinweis vom Denkmalrat an Hamburger Senat zum geplanten Abriss Sternbrücke-

 



8.12.20 / 18:30-20 Uhr, IBA-Informationsabend

Einmal ist keinmal im Jahr lädt die IBA Hamburg Bürgerinnen und Bürger sowie Interessierte zum sogenannten Projektdialog ein. Es werden aktuelle Entwicklungen aus dem Projektgebiet vorgestellt. Im Anschluss darf man Fragen an die Beteiligten stellen. Fragen können vorab oder während der Echtzeitübertragung an oberbillwerder@iba-hamburg.de geschickt werden. Wir bitten um kritische Zusendungen!

Der Live-Stream wird über YouTube angeboten.

Fake-Bild vom Billdeich. Hier schlägt das Sandmanagement noch nicht zu.
Fake-Bild vom Billdeich. Hier schlägt das Sandmanagement noch nicht zu.


Banner bannt Bauwahn in Oberbillwerder

Eingang Altes Spritzenhaus (Remise)
Eingang Altes Spritzenhaus (Remise)

Leider ist das auch der Fall für die Oberbillwerder-Ausgleichsmaßnahmen, die in Billwerder vorgenommen werden sollen: Für eine Aufwertung werden Flächen zunächst massiv zerstört und u.a. zahlreiche Bodenbrüter vertrieben. Ein Bärendienst für den Artenschutz!

Wohnraum in der Stadt Hamburg sollte, bei zur Zeit nicht steigender Einwohnerzahl, intelligenter geschaffen werden.


Falls jemand Interesse hat, ein Banner auf seinem Grundstück zu platzieren, möge er sich bei uns melden. Wir werden demnächst auch ein kleineres Format anbieten können.

NEIN zu Oberbillwerder-Banner, Billwerder Billdeich 366
NEIN zu Oberbillwerder-Banner, Billwerder Billdeich 366

Wir können auch größer als A1! Ein neues Banner hängt seit Ende September 2020 vor dem Alten Spritzenhaus in Billwerder. Es drückt aus, dass das Aufschütten von gigantischen Sandmengen auf den Marschboden, die Versiegelung mehr als 100 Hektar Land, die endgültige Vernichtung der Kulturlandschaft, rein gar nichts mit Klimaschutz zu tun haben. Die hier lebenden, zum Teil seltenen Tierarten, werden sich für immer verabschieden. Das wird verschwiegen. 



27.8. Bürgerbegehren: Senat sagt "Nein Danke!"

Ganz kurz zur Erinnerung: Knapp 6.000 Unterschriften von Bergedorferinnen und Bergedorfern wurden im Mai 2020 im Bergedorfer Rathaus abgegeben. Diese sprachen sich für den Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft in den Vier- und Marschlanden aus. Die Bezirksversammlung nahm das Begehren an. Der Bezirksamtsleiter "musste" sich für das Begehren seiner Bürger beim Hamburger Senat einsetzen. Der Senat findet andere Interessen wichtiger und folgt dem Bürgerbegehren nicht. Das ist leider keine wirkliche Überraschung. Aus einem Schreiben des Staatsrates der Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke vom 27.8.20 kann man mehr erfahren. Siehe Anlage zur Drucksache - 21-0418.01 (Button).

Die Bergedorfer Zeitung berichtete hierzu am 4. September.

Die Bürger machen weiter! Auch im Interesse der Boberger Niederung (Foto).
Die Bürger machen weiter! Auch im Interesse der Boberger Niederung (Foto).


8.8.20 Deutschlandfunk: Heiße Betonwüste

Der Klimawandel ist da: Städte heizen sich besonders auf. Wetterextreme nehmen zu. Sehr interessante Deutschlandfunk-Reportage. Oberbillwerder ab ca. Minute 24,5.

 

Deutschlandfunk on demand
"Heiße Betonwüste? Klimawandel in der Stadt"

von Lisa Rauschenberger (Dauer 40:35 Min.)

 

Billwerder kühlt (noch) Hamburg! Da hilft auch kein Platin-Abzeichen für den Masterplan oder ein Grüner Loop: Die klimatische Situation würde sich durch die endgültige Zerstörung der Kulturlandschaft verschlechtern.



Sommer 2020: Storchenparadies Billwerder

9. August: Ein Getreidefeld in der Boberger Niederung in der Nähe vom Kreisel Mittlerer Landweg wurde gedroschen und dann gab es wieder ein Treffen der Erntehelfer. 15 + 1 Störche konnten wir zählen (einer steht abseits). Jetzt schließt sich der Kreislauf: Das Wintergetreide war Nahrung für Rehe, Hasen, Schwäne und Co. im Winter, hochgewachsen bot es Futter und Schutz für Rehe und Nager und jetzt wird geerntet von Menschen, Störchen,

Raubvögeln und Eulen. Landwirtschaft bedeutet Leben für viele, dies ist nicht nur Acker. Das Wort Acker ist die Bezeichnung für ein landwirtschaftlich genutztes Feld. Die Planer von Oberbillwerder nutzen dieses Wort eher abfällig. Als Ausdruck für eine nicht so wertvolle und ökologisch unbedeutende Fläche.

In diesem Sommer sieht man Störche häufig und auch in größerer Anzahl. Auch auf den Flächen ("der Acker") auf denen Oberbillwerder oder die JVA-Erweiterung gebaut werden sollen.

15 Störche in der Boberger Niederung.
15 Störche in der Boberger Niederung.


(ZDF) Doku-Reportage: Der Kampf um freie Flächen

"planet e." geht der Frage nach, wie und wo in Zukunft neuer Wohnraum entstehen soll. Bleibt das Grün in den Städten auf der Strecke? Oder werden immer mehr landwirtschaftlich nötige Flächen geopfert?

 

Ende 2020 sollte der Flächenverbrauch bei 30 Hektar pro Tag gestoppt werden. Ziel verfehlt. Dabei hatte Rot-Grün in der nationalen Nachhaltigkeits-Strategie schon 2002 festgelegt, den täglichen Landschaftsverbrauch bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu reduzieren. Nachverdichtung ist eine kluge Alternative: weniger Quadratmeter für mehr Menschen. Damit soll der Landschaftsfraß gestoppt werden. Doch noch immer gehen jeden Tag 56 Hektar Natur verloren.

Auch die geplante Neubausiedlung Oberbillwerder ist ein Thema.

Hier sind insgesamt ca. 165 Hektar (inkl. anbindender Infrastruktur) Kulturlandschaft von der endgültigen Zerstörung bedroht. Es gibt viel Natur inkl. zahlreicher seltener Tierarten, auch auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen. Die Fläche hätte eine Dimension von ungefähr 230 Fußballfeldern. 

 

Im TV-Programm:

ZDF, 05.07.2020, 16:30 -17:00 Uhr

 

Video verfügbar

ab 03.07.2020

Oberbillwerder zerstört Natur
Sandaufschüttung - der langsame Tod einer Landschaft


18.6.20 Bürgerbegehren "angenommen"

Die Bergedorfer Bezirksversammlung hat auf Antrag der CDU mit den Stimmen der Opposition und bei Enthaltung der Koalition (SPD, Grüne, FDP) das Bürgerbegehren "Vier- und Marschlande erhalten!" angenommen. Die Dorfgemeinschaft Billwärder an der Bille e.V. nimmt dazu wie folgt Stellung:

 

Direkte Demokratie sollte von der Politik ernst genommen werden. Das bedeutet auch, dass nicht durch Enthaltung der  Mehrheit  die heuchlerische Übernahme eines Bürgerbegehrens erzwungen wird. Die Dorfgemeinschaft Billwärder meint: Die Koalition in Bergedorf hat vermutlich nicht die Absicht dem Bürgerbegehren ernsthaft zu folgen, sondern will mit der Übernahme lediglich einen Bürgerentscheid verhindern und damit weiter

verbergen, dass es eine große Mehrheit gegen die Bebauung

Oberbillwerders gibt. Dieses Vorgehen ist nicht nur der Gipfel der

Heuchelei, vielmehr fügt es der direkten Demokratie schwersten Schaden zu.

 

Andererseits steht Herr Dornquast in der Verantwortung, diesen Auftrag der Bezirksversammlung auch ernst zu nehmen und sein politisches Talent zu beweisen, indem er beim Senat wirklich etwas für Bergedorf bewirkt.

 

Wir sehen Herrn Dornquast nunmehr  in der Pflicht zu zeigen, wie er sich beim Senat für den Erhalt der Kulturlandschaft Oberbillwerders einsetzen wird. Ein einfaches Schreiben reicht dafür bei weitem nicht aus. Letztlich kann nur ein deutlicher Erfolg für den Erhalt der Kulturlandschaft nachweisen, dass die Koalition und Herr Dornquast das Bürgerbegehren ernst genommen haben.

 

 

Der Vorgang zeigt aber auch, dass die Koalition mutmaßlich Angst vor einem Bürgerentscheid hat. Sie gibt damit offen zu, dass Sie diesen nicht hätte gewinnen können. Die Dorfgemeinschaft Billwerder wird weiter alles versuchen, um die Kulturlandschaft in Billwerder zu retten. Dazu schließen wir weitere Bürgerbegehren nicht aus. Ganz sicher aber werden wir mit allen rechtlichen Mitteln gegen den Bebauungsplan vorgehen.

Hierfür bietet bereits der derzeitige Stand der Planungen reichlich Ansätze.

 

Dorfgemeinschaft Billwärder an der Bille e.V.

--

[Anmerkung: Arne Dornquast (SPD) ist der Leiter vom Bezirksamt Bergedorf]



Weiterer Zeitplan für unser Bügerbegehren

Das Bürgerbegehren ist zustande gekommen - wie geht es weiter?Aus der Drucksache 21-0408 / Bezirksversammlung Bergedorf (Hauptausschuss, 4.6.2020)  - Zustandekommen des Bürgerbegehrens "Vier- und Marschlande erhalten" - kann man den weiteren Zeitplan im Umgang mit unserem Anliegen ersehen.

 

Am Ende der Drucksache steht der Beschluss-Vorschlag:

1.) Die Bezirksversammlung nimmt das Zustandekommen des Bürgerbegehrens zur Kenntnis.

     

2.) Die Initiative erhält gem. § 7 Abs. 2 BezAbstDurchfG in der Sitzung des Stadtplanungsausschusses am 11.06.2020 die Gelegenheit, ihr Anliegen zu erläutern. Der Bezirksversammlung wird entsprechend berichtet.

3.) Die Bezirksversammlung entscheidet spätestens in der Sitzung am 18.6.2020 darüber, ob sie dem Anliegen des Bürgerbegehrens zustimmt oder Verhandlungen mit der Initiative aufnehmen möchte. 

4.) Die Bezirksversammlung entscheidet spätestens in der Sitzung des Hauptausschusses am 16.7.2020 darüber,

-  ob es eine Gegenvorlage der Bezirksversammlung gem. § 7 Abs. 4 BezAbstDurchfG geben soll,

-  ob es eine gemeinsame oder eine nach Fraktionen getrennte Stellungnahme für die Informationsbroschüre geben soll, und

-  wie der Text einer solchen im Falle einer gemeinsamen Stellungnahme lauten soll.

 

 

NEU: 18.6.2020

Bei 3.) war dann Schluss: Die Bezirksversammlung Bergedorf hat am 18. Juni 2020 das Bürgerbegehren angenommen. Was wir dazu meinen, lesen Sie oben im Beitrag "Bürgerbegehren angenommen".

 

 


Storch Oberbillwerder
Noch gibt es Störche in Billwerder.

Boberger Niederung bedroht

März 2020 - Ein Vorgeschmack auf das, was einmal kommen mag, wenn Oberbillwerder gebaut würde. Der benachbarte "Neue Stadtteil im Grünen" mit guter direkter Verbindung in das Naturschutzgebiet Boberger Niederung dürfte Effekte haben, wie man sie auf den Fotos sieht. Zur Corona-geprägten Zeit ist die schöne und wertvolle Landschaft ein willkommenes Freizeit-Ziel. Nicht das wir uns falsch verstehen: Natürlich sind solche Gebiete für alle Menschen da!

Nur ist eben zu vermuten, das die Anzahl der neuen Nachbarn die naturverträgliche Besucherzahl überschreiten würde. Das ist insbesondere eine Gefahr für die seltenen Tier- und Pflanzenarten. Bei der Lobpreisung von Oberbillwerder werden diese Nebenwirkungen von der regierenden Politik verharmlost. Oberbillwerder ist eine naturzerstörende Mogelpackung! 



10.1.20- Drittelquorum abgegeben!

Ulf von Krenski (li.), stellv. Bezirksamtsleiter nimmt die Unterschriften entgegen.
Ulf von Krenski (li.), stellv. Bezirksamtsleiter nimmt die Unterschriften entgegen.

Heute Morgen um 8 Uhr haben die Vertrauenspersonen des Bürgerbegehrens dem stellvertretende Bezirksamtsleiter Ulf von Krenski 2020 Unterschriften im Rechtsamt des Bergedorfer Rathauses übergeben. Hierbei handelt es sich um ein Drittel der für das Zustandekommen des Bürgerbegehrens notwendigen Unterschriften (= Drittelquorum).

Das Bezirksamt wird innerhalb von 10 Tagen die von uns eingereichten Unterschriften auszählen. Mit Erreichen des Drittelquorums tritt eine Sperrwirkung in Kraft. Dann dürfen die Bezirksversammlung und das Bezirksamt eine dem Bürgerbegehren zuwiderlaufende Maßnahme weder beschließen noch vollziehen.

NEU (4. KW): Das Bezirksamt berichtet, dass das Drittelquorum erreicht wurde!

Einen großen Dank an alle, die unterschrieben. Erst recht einen großen Dank an alle Sammler*innen: eure #Sammelleidenschaft hat sich fürs Erste gelohnt.
Das Bürgerbegehren läuft weiter bis Mitte Mai. Wenn ihr noch nicht unterschrieben habt: Wir sammeln weiter öffentlich an verschiedenen Orten im Bezirk und in den Sammelstellen.

Berichterstattung hierzu u.a. auf Hamburg1, NDR 90,3, Bergedorfer Zeitung - siehe Presse.


Beiträge 2019 -> siehe Untermenü

Arbeitsgemeinschaft
„Paradies Billwerder erhalten“
der Dorfgemeinschaft Billwärder an der Bille e.V.
Billwerder Billdeich 254 · 21033 Hamburg